Rechtsgebiet: Verkehrsrecht

Unfall! Was nun?

Sie haben einen Verkehrsunfall erlitten und meinen, dass allein der Unfallgegner diesen verschuldet hat?
Die Versicherung des Unfallgegners hat sich bereits bei Ihnen gemeldet und eine „schnelle und unbürokratische" Abwicklung des Schadens zugesagt?
Eventuell wurden Sie gleich an eine Werkstatt verwiesen und Ihnen ein Leihwagen zur Verfügung gestellt?

Vorsicht! Lassen Sie sich Ihr gutes Recht nicht nehmen!

Die Erfahrung zeigt, dass Versicherer vielfach nur das ersetzen, was der Geschädigte bei ihnen geltend macht und nicht, was dem Geschädigten – also Ihnen – nach dem Gesetz und der Rechtsprechung tatsächlich zusteht. Zudem bedienen sich die Versicherer gerne eigener Sachverständiger, die keine öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige sind und damit auch nicht unabhängig.

Diese Sachverständigen beachten oftmals selbst die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) nicht und legen unzutreffende Stundenverrechnungssätze zu Grunde. Statt der von der Rechtsprechung zugebilligten Stundenverrechnungssätze einer Fachwerkstatt werden nur die „mittleren Stundenverrechnungssätze" angesetzt. Diese ermitteln sich aus einem Schnitt aus allen Werkstätten eines sehr großen, von der Versicherung willkürlich festgelegten Bezirks. Dies ist nach dem BGH eindeutig unzulässig, wird aber dennoch häufig praktiziert und bedeutet für Sie bei der sogenannten fiktiven Schadenabrechnung (für Sie besteht grundsätzlich keine Reparaturpflicht) eine Kürzung Ihrer Ansprüche.

Gleiches gilt bei der Ermittlung des Restwerts beim Totalschaden. Obwohl ebenfalls nach ständiger Rechtsprechung des BGH in einem Bewertungsgutachten die Angebote von Restwertaufkäufern über Internetbörsen nichts zu suchen haben, finden sich in vielen Gutachten des Sachverständigen der Versicherung genau solche Restwertangebote. Auch die DEKRA ist hiervon nicht frei, wie die Erfahrung zeigt.

Ebenfalls wird gerne einmal beim Wiederbeschaffungswert der volle Mehrwertsteuersatz von 19% abgezogen, statt der Satz der Differenzbesteuerung von nur 2 – 2,5%, da das Auto nur noch als Gebrauchtwagen beim Händler überhaupt noch angeboten wird oder gar nur noch von Privat (dann fällt gar keine Mehrwertsteuer an). Gleiches gilt stellenweise sogar für den Restwert, obwohl Sie nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind.

In beiden Fällen verlieren Sie Ihnen zustehende Ansprüche in der Höhe, ohne das Ihnen dies überhaupt bewusst wird.

Wenn dann der Wagen in der durch den Versicherer vermittelten Werkstatt repariert wurde (wissen Sie eigentlich, ob mit Neu- oder Gebrauchtteilen?) und sie den Ihnen zur Verfügung gestellten Leihwagen wieder abgegeben haben (hat man Sie auf sogenannte „ersparte Eigenaufwendungen" hingewiesen?), kommt dann auf einmal der Mitverschuldenseinwand der Versicherung. Sie hätten den Unfall eben doch zu X % mitverschuldet und bekämen daher auch nur X % des tatsächlichen Schadens ersetzt. Zudem haben Sie ja Geld gespart, weil Sie Ihr eigenes Fahrzeug nicht abgenutzt haben (Sie fuhren ja den Leihwagen) und müssen sich diese ersparten Aufwendungen jetzt anrechnen lassen. Da die Versicherung die einhundertprozentigen Kosten aber bereits an Werkstatt und Mietfirma gezahlt hat, fordert sie das Geld nun von Ihnen zurück (sogenannter Versicherungsregress).

 

Und nun...?

Dieses Beispiel soll verdeutlichen, dass Ihr Recht durch einen unabhängigen Vertreter ausschließlich Ihrer Interessen als Geschädigter am Besten vertreten werden. Lassen Sie sich daher sofort nach dem Unfall von einem Verkehrsanwalt oder einem Fachanwalt für Verkehrsrecht beraten, was zu unternehmen ist und welche Ansprüche Ihnen zustehen. Die Grundverhaltensregel nach dem Eintritt des Verkehrsunfalls lautet in Ihrem ureigensten Interesse:

 

Wenn es geknallt hat, sofort zum Anwalt!

Die Kosten der Beauftragung eines Rechtsanwalts sind Schadenersatzkosten und damit grundsätzlich vom Schädiger zu übernehmen. Nur der auf dem Gebiet des Verkehrsrechts ausgebildete Fachmann kann Ihnen Ihre Ansprüche aufzeigen, vor Risiken warnen und diese zu vermeiden helfen und die Regulierung bestmöglich in Ihrem Interessen führen.

 

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern!

Nutzen Sie auch die Möglichkeiten, über den obigen Button Ihren Unfall direkt online bei uns zu melden und eine unverbindliche und kostenlose Anfrage zur Unfallregulierung zu stellen!

 

Geblitzt? Zu schnell gefahren? Rote Ampel übersehen?

Die Möglichkeiten, im heutigen Straßenverkehr eine Ordnungswidrigkeit zu begehen, sind vielfältig. Angesichts ständig stärker werdenden Verkehrs sowie damit einhergehender Unfallzahlen wird seitens der Behörden natürlich stärker kontrolliert. Oftmals steht bei der Ahndung des Verstoßes bei Vorliegen eines sogenannten Regelfalls auch ein Fahrverbot für einen oder mehrere Monate im Raum, manchmal sogar die Entziehung der Fahrerlaubnis.

Als Beschuldigter in einem gegen Sie gerichteten Ordnungswidrigkeiten- oder Strafverfahren haben Sie Rechte, die Sie auch wahrnehmen sollten.

Sie haben jederzeit das Recht, von Ihrem Aussageverweigerungsrecht als Beschuldigter Gebrauch zu machen, ohne dass Ihnen dies negativ vorgeworfen werden darf.

 

Der schweigende Beschuldigte ist im Regelfall der Beste!

Sofern Ihnen eine Verkehrsordnungswidrigkeit oder Verkehrsstraftat vorgeworfen wird, sollten Sie daher zur Sache keinerlei Angaben machen. Die Gefahr, sich durch unbedachte oder in sich widersprüchliche Aussagen selbst zu belasten, ist sehr groß. Eine einmal getätigte Aussage später zu relativieren, ist selten erfolgreich möglich. Dies gilt natürlich auch bei Vorwürfen einer Trunkenheitsfahrt. Machen Sie auch hier keine Angaben, auch nicht zur Menge der genossenen Getränke, deren Art oder zu Trinkanfang und Trinkende.

Egal, ob Ihnen ein Rotlichtverstoß, eine Geschwindigkeitsüberschreitung, ein Abstandsverstoß oder gar ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen wird, Sie sollten in jedem Fall einen Verkehrsanwalt mit der Überprüfung des Vorwurfs und Ihrer Verteidigung beauftragen. Dieser wird als erstes die amtliche Ermittlungsakte einsehen und mit Ihnen dann die Verteidigungsstrategie erörtern.

Vermeiden Sie vorab jede Äußerung. Gerade vom juristischen Laien als nachvollziehbar angesehene „Entschuldigungen" können für ihn zum Bumerang werden. Wer beispielsweise meint, er sei gegenüber dem Vorwurf des Rotlichtverstoßes entschuldigt, weil er auf Grund niedrigen Sonnenstandes und Blendung die Ampelstellung gar nicht habe erkennen können, irrt gewaltig. Diese Aussage würde ihm mit Sicherheit sofort negativ entgegengehalten werden nach der Devise „eben drum".

Vielfach wird gerade bei Geschwindigkeitsüberschreitungen eingewandt, gegen die Messung könne man ja sowieso nicht mehr machen, die Technik sei unbestechlich. Dies ist in dieser Pauschalität nicht richtig. Bei Messanlagen wie Traffiphot, Traffipax, Multanova, Provida etc. ist auch darauf zu achten, ob das Gerät richtig aufgestellt und vom Messbeamten bedient wurde, ob es ordnungsgemäß geeicht wurde und ob die von dem jeweiligen Hersteller vorgeschriebenen Tests – Stichwort Kalibrierfotos - ordentlich durchgeführt wurden. Zudem benötigt jedes Gerät, zum Teil auch einzelne Bauteile des Gerätes eine Bauartzulassung durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB).

Gerade bei Geschwindigkeitsmessungen haben sachverständige Untersuchungen der verwendeten Anlagen einige Ungereimtheiten gezeigt, welche es in jedem Fall notwendig machen, die Messung zu überprüfen. So konnte beispielsweise festgestellt werden, dass in Nordrhein-Westphalen Messfahrzeuge eingesetzt wurden und werden, die hinsichtlich der verwendeten Messanlage nicht den Vorschriften der PTB und der Eichordnung genügen.

Insbesondere bei der Verwendung sogenannter Laserpistolen ist eine akribische Überprüfung durch einen versierten Rechtsanwalt notwendig, da diese Geräte als einzige noch verwendeten Messgeräte im Straßenverkehr keine speicherbare bildliche Darstellung des vermeintlichen Verstoßes bieten. Der Verkehrsanwalt als Fachmann kann die Messung kontrollieren und den Messbeamten die notwendigen detaillierten Fragen stellen, die notwendig sind, um nachvollziehen zu können, ob Messvorschriften und auch die Bedienungsanleitung des Herstellers ordnungsgemäß und vollständig beachtet wurden.

Bei einem Bußgeldbescheid ist auch ein Augenmerk auf eventuell bereits vorhandene Eintragungen (Punkte) im Verkehrszentralregister in Flensburg zu beachten. Kenn Sie die Regelungen, nach welcher Punkte gelöscht und wann? Wissen Sie um die rechtliche Problematik der sogenannten Überliegefrist und dem daraus entstehenden etwaigen Verwertungsverbot?

Ihr Verkehrsanwalt schon, also nehmen Sie seine spezialisierten Kenntnisse in Anspruch!

Bei Fahranfängern sind auch die Sonderregelungen des Straßenverkehrsgesetzes zu beachten bezüglich Probezeit, Nachschulung und so weiter. Auch der zum 01.08.2007 in Kraft getretene neue § 24 c StVG muss vom Fahranfänger verinnerlicht werden.

Sie sehen, schon das Verkehrsrecht im Bereich der Ordnungswidrigkeiten bietet eine Fülle von Einzelfragen und Problemstellungen, die ein juristischer Laie nicht kennen kann.

Wenn es also geblitzt hat, sprechen Sie uns an.

Wir beraten Sie gern.